Mischbarkeit von Mineralölen
Im Betrieb lässt es sich meistens nicht vermeiden, dassSchmierstoffe vermischt werden. Bereits das Nachfüllen eines frischen Öles zu gleichen, aber im Betrieb bereits gealterten Ölen kann einer Vermischung gleichkommen.
Grundsätzlich sollte man Mineralöle untereinander nur mischen, wenn beide Komponenten blank und frei von ungelösten Stoffen sind. Öle ähnlicher Viskosität und Zusammensetzung lassen sich am besten und mit dem geringsten Risiko vermischen. Unlegierte Frischöle sind in jedem Verhältnis miteinander mischbar. Hierbei ist zu beachten, dass das Öl mit der niedrigeren Viskosität die Mischviskosität überproportional beeinflusst. Um zu ermitteln, zu welchen Anteilen aus zwei gleichartigen Ölen eine gewünschte mittlere Viskosität herzustellen ist, können Sie sich des Viskositäts-Temperatur-Blattes bedienen. Tragen Sie die höhere Ölviskosität auf der sich ergebenden linken Senkrechten unter Öl B 100% auf, ebenso die niedrigere Viskosität bei 100% Öl A rechts.
Auf der Geraden zwischen diesen beiden Punkten markieren Sie aus der Waagerechten (kinematische Viskosität) entsprechend der gewünschten Viskosität den Punkt, über den Sie senkrecht oben den Anteil von Öl A und Öl B ablesen können.
Andersherum können Sie aus vorhandenen Anteilen die Viskosität ablesen. Flammpunkt und Pourpoint einer solchen Mischung gleichen den ungünstigsten Werten der Komponenten.




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